Stand 21.12.2008

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Dr. Marcel Kilombo

Mein Name ist Dr. Marcel Kilombo und ich bin Priester in der Gemeinde Shenga / Diözese Tshumbe in der Demokratischen Republik Kongo. Die Diözese liegt im Zentrum der Republik und bedeckt die Oberfläche von ca. 70.000 km² mit ungefähr 1 Million Einwohnern. Die Gemeinde Shenga liegt ca. 400 km vom Bischofssitz Tshumbe entfernt. Wegen ihrer geografischen Lage ist die Gemeinde vom Rest der Diözese fast abgeschnitten. Es gibt keine Straßen. In der Gemeinde leben ca. 60.000 Einwohner im Umkreis von 100 km. Das Dorf, in dem sich die neue Pfarrei befindet, hat ca. 4.000 Einwohner. Dort habe ich bereits eine Kirche und ein Pfarrhaus errichtet.

Da das nächste Krankenhaus bzw. die nächste Krankenstation fast 250 km entfernt liegt, möchte ich eine
Krankenstation bauen, die eine Ambulanz und eine Abteilung für Geburten beinhaltet. Unsere Frauen entbinden immer noch auf dem Fußboden.

Die Krankenstation möchte ich in zwei Abschnitten errichten, damit möglichst schnell den Menschen geholfen werden kann, die an Verletzungen oder Krankheiten sterben, an denen auch in Afrika keiner sterben müßte, wenn es eine Minimalversorgung gäbe. Die medizinische Lage ist also katastrophal in Shenga. Es herrschen als Krankheiten Malaria, die jedes Jahr viele Leben fordert, Bauchwürmer, Onchocercose (Flußfliege, die blind macht), Schlafkrankheit und Tuberkulose.

Aufgrund seiner geografischen Lage ist Shenga sehr arm. Es gibt keine Elektrizität und keine Wasserleitungen. Die Bevölkerung ist ausschließlich auf die Landwirtschaft angewiesen. Es wird hauptsächlich Reis, Maniok, Hirse, Bananen, Jams und Mais angebaut. Trotz ihrer Armut sind die Menschen in Shenga bereit, sich an dem Projekt Krankenstation - an ihrem Projekt - zu beteiligen. Wie immer werden sie mich mit Bauwasser, Erde, Sand, Kies und anderen vorhandenen Sachen und Baumaterialien versorgen. Außerdem haben wir schon vom Ortshäuptling ein Grundstück zur Errichtung der Station bekommen. Es liegt nahe der Kirche und des Pfarrhauses.

Die Diözese Tshumbe ist bereit, uns mit Medikamenten zu versorgen, die sie von der Caritas im Kongo erhält. Außerdem haben wir in der Diözese eine Krankenpflegeschule. Von dort werden wir mit Krankenschwestern und -pflegern personell versorgt. Der Bischof der Diözese, Dr. Nicolas Djomo, wird auch 2 Ärzte für die Krankenstation regelmäßig und im Notfall zur Verfügung stellen.

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