Dr. Marcel Kilombo ist Priester in der Gemeinde Shenga, Diözese Tshumbe, in der Dem. Republik Kongo. In der Gemeinde leben ca. 60.000 Einwohner im Umkreis von 100 km. Das Dorf, in dem sich die neue Pfarrei, mit der bereits gebauten Kirche und der gerade fertig gestellten Krankenstation befinden, hat ca. 4.000 Einwohner. Trotz ihrer Armut waren die Menschen bereit, sich am »Projekt Krankenstation« zu beteiligen. Damit sie erhalten werden kann, wirbt Dr. Kilombo in Deutschland für sein bedeutendes Projekt.

In einem Brief erläutert Dr. Marcel Kilombo die Situation vor Beginn des Projektes:
"Mein Name ist Dr. Marcel Kilombo und ich bin Priester in der Gemeinde Shenga / Diözese Tshumbe in der Demokratischen Republik Kongo. Die Diözese liegt im Zentrum der Republik und bedeckt die Oberfläche von ca. 70.000 km² mit ungefähr 1 Million Einwohnern.
Die Gemeinde Shenga liegt ca. 400 km vom Bischofssitz Tshumbe entfernt. Wegen ihrer geografischen Lage ist die Gemeinde vom Rest der Diözese fast abgeschnitten. Es gibt keine Straßen. In der Gemeinde leben ca. 60.000 Einwohner im Umkreis von 100 km. Das Dorf, in dem sich die neue Pfarrei befindet, hat ca. 4.000 Einwohner. Dort habe ich bereits eine Kirche und ein Pfarrhaus errichtet.
Da das nächste Krankenhaus bzw. die nächste Krankenstation fast 250 km entfernt liegt, möchte ich eine Krankenstation bauen, die eine Ambulanz und eine Abteilung für Geburten beinhaltet. Unsere Frauen entbinden immer noch auf dem Fußboden.
Die Krankenstation möchte ich in zwei Abschnitten errichten, damit möglichst schnell den Menschen geholfen werden kann, die an Verletzungen oder Krankheiten sterben, an denen auch in Afrika keiner sterben müßte, wenn es eine Minimalversorgung gäbe. Die medizinische Lage ist also katastrophal in Shenga. Es herrschen als Krankheiten Malaria, die jedes Jahr viele Leben fordert, Bauchwürmer, Onchocercose (Flußfliege, die blind macht), Schlafkrankheit und Tuberkulose.
Aufgrund seiner geografischen Lage ist Shenga sehr arm. Es gibt keine Elektrizität und keine Wasserleitungen. Die Bevölkerung ist ausschließlich auf die Landwirtschaft angewiesen. Es wird hauptsächlich Reis, Maniok, Hirse, Bananen, Jams und Mais angebaut. Trotz ihrer Armut sind die Menschen in Shenga bereit, sich an dem Projekt Krankenstation - an ihrem Projekt – zu beteiligen. Wie immer werden sie mich mit Bauwasser, Erde, Sand, Kies und anderen vorhandenen Sachen und Baumaterialien versorgen. Außerdem haben wir schon vom Ortshäuptling ein Grundstück zur Errichtung der Station bekommen. Es liegt nahe der Kirche und des Pfarrhauses.
Die Diözese Tshumbe ist bereit, uns mit Medikamenten zu versorgen, die sie von der Caritas im Kongo erhält. Außerdem haben wir in der Diözese eine Krankenpflegeschule. Von dort werden wir mit Krankenschwestern und -pflegern personell versorgt. Der Bischof der Diözese, Dr. Nicolas Djomo, wird auch 2 Ärzte für die Krankenstation regelmäßig und im Notfall zur Verfügung stellen."
2010 berichtet er von den Erfolgen der Arbeit an der Krankenstation und dem Nutzen der Hilfe des Fördervereins:
"Jetzt streben wir an, möglichst autonom zu werden, was für uns heißt, dass die Krankenstation vom Staat
unterstützt wird; aber das ist ein Wunsch, der noch lange dauern wird und bis dahin sind wir nach wie vor
auf Ihre Hilfe angewiesen. Bitte, lassen Sie uns nicht im Stich. Das, was durch Ihre Hilfe jetzt schon erreicht wurde, stellt für meine Landsleute im Umkreis von Shenga einen solchen Segen dar, dass wir auch allen unseren Wohltätern aufs Herzlichste danken.
Aber der Betrieb der Krankenstation erfordert laufende finanzielle Mittel, da das Personal bezahlt und vor allem
Medikamente gekauft werden müssen. Es gibt bis jetzt keinen Arzt vor Ort. Er kommt einmal in der Woche von einem Ort der ungefähr 50 Km entfernt liegt. Dafür braucht er jede Woche: Benzin, Öl, und Wartungsgeld
für sein Motorrad. Außerdem muss er jeden Monat bezahlt werden.
Wir haben viele Medikamente für die Apotheke gekauft, aber unser Vorrat geht langsam zu Ende, denn die Patienten bekommen unsere Medikamente zu sehr niedrigen Preisen, da die Leute sehr arm sind.
Das Pflegepersonal besteht zur Zeit nur aus drei Personen. Es müssten aber auch Stellen wie Hebamme, Apotheker und Laboranten besetzt werden. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, müssen zukünftig mehr als
nur drei Personen in der Krankenstation arbeiten können."